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Smarte Beleuchtung taucht ein modernes Wohnzimmer in stimmungsvolles Farblicht

Die beste smarte Beleuchtung

Kaum ein Smart-Home-Bereich macht so schnell Freude wie die smarte Beleuchtung. Statt starrer Deckenlampen lassen sich Helligkeit, Lichtfarbe und Stimmung per App, Sprachbefehl oder Automation in Sekunden anpassen — vom hellen Arbeitslicht am Schreibtisch bis zum warmen Kinoabend in tiefem Orange. Moderne smarte Lampen, LED-Lichtstreifen und Schalter verwandeln jeden Raum mit wenig Aufwand in eine flexible Wohlfühlzone.

Im Jahr 2026 ist die Auswahl größer denn je. Hersteller wie Philips Hue, WiZ, Aqara und Govee bieten Lösungen vom günstigen WLAN-Einstieg bis zum ausgereiften Zigbee-System mit Bridge, Sensoren und Tastern. Die einen setzen auf maximale Farbtreue und ein riesiges Zubehör-Ökosystem, die anderen auf einen niedrigen Preis und schnelle Einrichtung ganz ohne zusätzliche Hardware. Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob sich smartes Licht lohnt, sondern welches System zu Ihren Räumen, Ihrem Ökosystem und Ihrem Budget passt.

In unseren Ratgebern vergleichen wir die aktuellen Top-Produkte nach Lichtqualität, Farbtreue, Steuerung, Erweiterbarkeit, Smart-Home-Anbindung und Preis-Leistungs-Verhältnis. Ob einzelner Lichtstreifen hinter dem Fernseher oder durchgängiges Hue-Setup in der ganzen Wohnung — hier finden Sie die passende Empfehlung.

Wichtig zu wissen: Smarte Beleuchtung ist kein reines Komfort-Gadget, sondern wirkt nachweislich auf Wohlbefinden, Konzentration und Schlaf. Helles, kühles Licht am Morgen hilft beim Wachwerden, warmes, gedämpftes Licht am Abend bereitet den Körper auf die Nachtruhe vor. Gleichzeitig sparen moderne LED-Leuchten gegenüber alten Glüh- und Halogenlampen einen Großteil des Stroms ein. Wer das Zusammenspiel aus Lichttechnik, Funkstandard und Steuerung einmal verstanden hat, trifft beim Kauf deutlich sicherere Entscheidungen — und genau dabei wollen wir Ihnen mit den folgenden Abschnitten helfen.

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Smarte Beleuchtung verstehen: Mehr als nur Licht per App

Smarte Beleuchtung ist für die meisten Menschen der erste Schritt ins vernetzte Zuhause — und das aus gutem Grund. Keine andere Smart-Home-Kategorie liefert einen so unmittelbaren und sichtbaren Mehrwert: Mit einem Sprachbefehl wechselt das Wohnzimmer vom hellen Putzlicht zum gedimmten Filmabend, morgens simuliert ein langsam heller werdender Wecker den Sonnenaufgang, und beim Verlassen der Wohnung schaltet sich automatisch alles aus. Damit dieses Erlebnis reibungslos funktioniert, lohnt es sich, die Grundlagen von Technik, Lichtqualität und Steuerung zu kennen.

Lichtqualität: Worauf es wirklich ankommt

Helligkeit ist nur ein Teil der Wahrheit. Mindestens ebenso wichtig sind Farbtemperatur und Farbwiedergabe. Eine gute smarte Lampe deckt den gesamten Weißbereich von warmem Kerzenlicht bis zu kühlem Tageslicht ab und stellt Farben über einen hohen CRI-Wert natürlich dar. Wer abends entspannen möchte, profitiert von einem Tunable-White-Setup, das das Licht zum Abend hin automatisch wärmer und gedämpfter werden lässt — das schont die innere Uhr und unterstützt einen gesunden Schlafrhythmus. Bei Farb-Lampen lohnt der Blick auf die Farbtreue: Premium-Systeme stellen sattes Rot, tiefes Blau und feine Pastelltöne gleichmäßig dar, während günstige Modelle bei manchen Farben blass oder unsauber wirken.

Anwendungsbereiche im Überblick

Smarte Beleuchtung ist erstaunlich vielseitig. Im Wohnzimmer sorgen Deckenlampen, Stehleuchten und ein RGBIC-Lichtstreifen hinter dem Fernseher (Ambilight-Effekt) für Atmosphäre. In der Küche schaffen Unterschrank-Lichtstreifen blendfreies Arbeitslicht. Im Schlafzimmer übernehmen Lampen mit Sonnenaufgangs-Simulation die sanfte Weckfunktion. Im Flur und Bad lassen sich Bewegungsmelder einbinden, sodass das Licht beim Betreten automatisch angeht und nachts auf eine angenehm gedämpfte Stufe schaltet. Und für Abwesenheit gibt es die Anwesenheitssimulation, bei der wechselnde Räume beleuchtet werden, um Einbrecher abzuschrecken.

Datenschutz und Sicherheit bei smarter Beleuchtung

Auch wenn smarte Lampen auf den ersten Blick harmlos wirken, sind sie ans Heimnetz angebunden und sollten entsprechend abgesichert werden. Vergeben Sie für die zugehörige App ein starkes, individuelles Passwort und aktivieren Sie wenn möglich die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Halten Sie die Firmware der Bridge und der Lampen aktuell, da Updates Sicherheitslücken schließen. Zigbee-Systeme mit Bridge arbeiten viele Funktionen lokal ab und sind dadurch weniger cloudabhängig als reine WLAN-Lösungen. Wer besonders vorsichtig sein möchte, bindet Smart-Home-Geräte in ein separates WLAN-Gastnetz ein, das vom restlichen Heimnetz getrennt ist.

Einsteiger-Setup: So starten Sie richtig

Für den Einstieg gilt: klein anfangen und schrittweise erweitern. Beginnen Sie mit einem Raum, in dem Sie sich viel aufhalten, etwa dem Wohnzimmer. Ein Starter-Set mit zwei bis drei Lampen reicht, um den Komfortgewinn zu erleben. Richten Sie zuerst eine Handvoll Lichtszenen ein („Entspannen“, „Konzentrieren“, „Filmabend“) und ergänzen Sie dann nach und nach weitere Räume, Lichtstreifen und Sensoren. Wer von Anfang an weiß, dass das System wachsen soll, sollte direkt auf ein erweiterbares Zigbee-System mit Bridge setzen — das ist auf lange Sicht günstiger und stabiler als viele einzelne Insellösungen.

Lichtfarbe & circadianes Licht: Tunable White richtig nutzen

Der vielleicht unterschätzteste Vorteil smarter Beleuchtung ist die frei einstellbare Farbtemperatur. Sogenannte Tunable-White-Lampen decken den gesamten Weißbereich ab, von warmem Kerzenlicht bei rund 2.200 Kelvin bis zu kühlem Tageslichtweiß bei 6.500 Kelvin. In Kombination mit einer Automation entsteht daraus circadianes Licht, das dem natürlichen Sonnenverlauf folgt: Morgens und mittags sorgt ein höherer Blauanteil für Wachheit und Konzentration, abends schaltet das System automatisch auf warmes, gedämpftes Licht um, das die Melatoninbildung weniger stört. Wer empfindlich auf grelles Licht reagiert oder im Homeoffice arbeitet, profitiert besonders von dieser Funktion — sie verwandelt eine einfache Lampe in ein kleines Werkzeug für besseren Schlaf und mehr Energie am Tag.

Lampenfassungen und Bauformen: E27, E14, GU10 und Lichtstreifen

Damit eine smarte Lampe überhaupt in Ihre Leuchte passt, muss die Bauform stimmen. E27 ist die große Standard-Schraubfassung für die meisten Steh-, Tisch- und Deckenlampen und gleichzeitig die häufigste Variante bei smarten Birnen. E14 ist die kleinere Schraubfassung, typisch für Kronleuchter, Wandlampen und kleinere Leuchten. GU10 bezeichnet die Steck-Dreh-Sockel von Einbau- und Deckenspots, etwa in Küche, Bad oder abgehängten Decken. Ergänzt wird das durch flexible LED-Lichtstreifen, die sich hinter Möbeln, unter Küchenzeilen oder rund um den Fernseher verkleben lassen, sowie durch Leuchten mit fest verbautem LED-Modul. Messen Sie im Zweifel den vorhandenen Sockel aus oder fotografieren Sie ihn — ein falscher Fassungstyp ist einer der häufigsten Rückgabegründe beim Online-Kauf.

Lichtszenen und Automationen im Detail

Der eigentliche Mehrwert smarter Beleuchtung entsteht durch Lichtszenen und Automationen. Eine Lichtszene speichert Helligkeit und Farbe mehrerer Leuchten und ruft sie auf einen Tipp oder Sprachbefehl ab — etwa „Filmabend“ mit gedämpftem, warmem Licht und einem blauen Akzent hinter dem Fernseher. Automationen gehen einen Schritt weiter und lösen Aktionen ohne Ihr Zutun aus: Das Licht geht zur Dämmerung sanft an, dimmt sich abends herunter, simuliert beim Aufwachen einen Sonnenaufgang oder schaltet sich beim Verlassen der Wohnung ab. Über Geofencing erkennt das System sogar, ob Sie zu Hause sind. Beginnen Sie mit wenigen, klar benannten Szenen und bauen Sie die Automationen erst aus, wenn die Grundlagen sitzen — so bleibt die Steuerung übersichtlich und alltagstauglich.

Sprachsteuerung mit Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit

Die Sprachsteuerung ist für viele der wichtigste Komfortgewinn. Nahezu alle Systeme von Philips Hue, WiZ, Aqara und Govee lassen sich über Amazon Alexa und den Google Assistant bedienen — „Schalte das Wohnzimmer auf 30 Prozent“ oder „Stelle Warmweiß ein“ genügen. Wer im Apple-Universum unterwegs ist, sollte auf HomeKit-Unterstützung achten, die Philips Hue und Aqara bieten und über die sich das Licht per Siri und in der Home-App steuern lässt. Entscheidend ist, dass Sie vor dem Kauf prüfen, welcher Sprachassistent bereits bei Ihnen im Einsatz ist: Wer einen HomePod nutzt, ist mit HomeKit-fähigen Lampen am besten bedient, während Besitzer eines Echo-Lautsprechers mit nahezu jedem System gut zurechtkommen.

Matter und Thread: die Zukunft der Beleuchtung

Matter ist der herstellerübergreifende Smart-Home-Standard, der die jahrelange Insellösungs-Problematik beenden soll. Ein Matter-zertifiziertes Leuchtmittel lässt sich gleichzeitig in Apple Home, Amazon Alexa, Google Home und Samsung SmartThings einbinden, ohne an ein einzelnes Ökosystem gebunden zu sein. Thread ist das dazugehörige stromsparende Funknetz, das ähnlich wie Zigbee ein selbstheilendes Mesh aufbaut, in dem jede Lampe das Signal weiterreicht. Für Käufer bedeutet das mehr Zukunftssicherheit: Wer heute auf Matter über Thread oder eine Matter-fähige Bridge setzt, bleibt flexibel, falls sich die bevorzugte Plattform später ändert. Achten Sie auf das ausdrückliche Matter-Logo, denn nicht jedes ältere Modell einer Serie ist automatisch kompatibel.

Bewegungssensoren und smarte Taster

Sensoren und Taster machen smartes Licht erst wirklich automatisch. Ein Bewegungsmelder schaltet das Licht beim Betreten von Flur, Bad oder Keller ein und nach einer festgelegten Zeit wieder aus — nachts oft auf einer angenehm gedämpften Stufe, damit man nicht geblendet wird. Smarte Taster und Funkschalter wiederum lösen das größte Alltagsproblem smarter Lampen: Sie steuern das Licht, ohne die Stromzufuhr am Wandschalter zu unterbrechen, sodass die Lampe per App und Sprache erreichbar bleibt. Viele dieser Schalter lassen sich frei platzieren, etwa neben dem Bett oder am Sofa, und mit Doppel- oder Langklick zusätzlichen Szenen belegen. Gerade in Haushalten mit Gästen oder Kindern sind physische Bedienelemente unverzichtbar.

Kaufkriterien-Checkliste

Vor der Kaufentscheidung lohnt ein kurzer Abgleich der wichtigsten Punkte: Passt die Fassung (E27, E14, GU10 oder Lichtstreifen) zu Ihrer Leuchte? Liefert die Lampe genug Helligkeit, also mindestens 800 Lumen als Glühbirnen-Ersatz? Deckt sie den vollen Weißbereich ab und bietet sie bei Bedarf Farbe mit hohem CRI-Wert? Funktioniert sie mit Ihrem bestehenden Sprachassistenten und idealerweise mit Matter? Brauchen Sie eine Bridge oder reicht WLAN? Und schließlich: Soll das System klein bleiben oder über viele Räume wachsen? Wer diese sechs Fragen vor dem Kauf ehrlich beantwortet, vermeidet Fehlkäufe und baut von Anfang an ein stimmiges, erweiterbares Lichtsystem auf.

Für wen sich smartes Licht besonders lohnt

Smarte Beleuchtung passt zu sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Mieter schätzen, dass sich Lampen und Lichtstreifen ohne baulichen Eingriff installieren und beim Umzug einfach mitnehmen lassen. Familien profitieren von Zeitplänen und Kinderzimmer-Nachtlichtern sowie davon, dass sich das Licht aus jedem Raum heraus steuern lässt. Heimkino-Fans holen mit einem RGBIC-Streifen hinter dem Fernseher den Ambilight-Effekt ins Wohnzimmer und tauchen den Raum auf Knopfdruck in Kino-Atmosphäre. Und Smart-Home-Einsteiger finden im Licht den idealen Startpunkt, weil der Komfortgewinn sofort spürbar ist und sich das System später bruchlos um Heizung, Sicherheit und Sensoren erweitern lässt.

Systeme im Vergleich: Zigbee, WLAN und Matter

System Bridge nötig? Reaktion Ideal für
Philips Hue (Zigbee) Ja Sehr schnell Großes, erweiterbares System
Aqara (Zigbee) Ja (Hub) Schnell Günstig, HomeKit/Matter
WiZ (WLAN) Nein Gut Schneller, günstiger Einstieg
Govee (WLAN) Nein Gut Dekorative Lichtstreifen & Effekte

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Lampe per Wandschalter ausschalten: Ist der Schalter aus, ist die smarte Lampe nicht erreichbar. Nutzen Sie smarte Taster oder lassen Sie den Schalter dauerhaft auf „an“.

Falscher Sockel oder falsche Fassung: Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie E27, E14, GU10 oder einen Lichtstreifen benötigen. Ein häufiger Rückläufer-Grund.

Zu wenig Helligkeit eingeplant: Unter 800 Lumen ersetzt eine Lampe keine vollwertige Raumbeleuchtung. Lieber etwas heller wählen und nach Bedarf dimmen.

Wildwuchs aus Insellösungen: Wer wahllos günstige Einzellampen verschiedener Marken kauft, jongliert am Ende mit vielen Apps. Ein durchgängiges System oder konsequent Matter spart Nerven.

Glossar: Die wichtigsten Begriffe

Lumen (lm)
Maß für die abgegebene Lichtmenge, also die Helligkeit. Je höher der Wert, desto heller leuchtet die Lampe.
Kelvin (K)
Farbtemperatur des Weißlichts: niedrig = warmweiß und gemütlich, hoch = kaltweiß und aktivierend.
CRI / Ra
Farbwiedergabeindex. Gibt an, wie natürlich Farben unter dem Licht wirken; Werte ab 90 gelten als sehr gut.
RGBIC
LED-Streifen mit einzeln ansteuerbaren Zonen, die mehrere Farben gleichzeitig und Farbverläufe darstellen können.
Bridge / Hub
Zentrale, die ein Zigbee-Funknetz aufspannt und die Lampen mit App, Sprachassistent und Internet verbindet.
Lichtszene
Gespeicherte Kombination aus Helligkeit und Farbe für mehrere Leuchten, abrufbar per Tipp, Sprache oder Automation.

Häufig gestellte Fragen

Was ist smarte Beleuchtung und wie funktioniert sie?
Smarte Beleuchtung umfasst Lampen, LED-Lichtstreifen und Schalter, die sich per App, Sprache oder Automation steuern lassen. Die Geräte verbinden sich entweder per WLAN direkt mit Ihrem Router oder per Zigbee mit einer Bridge bzw. einem Smart-Home-Hub. Über die App regeln Sie Helligkeit, Lichtfarbe und Farbtemperatur, erstellen Lichtszenen und legen Zeitpläne fest. So lässt sich das Licht etwa morgens sanft hochdimmen, abends in warmes Weiß umschalten oder beim Verlassen der Wohnung automatisch ausschalten.
Brauche ich für Philips Hue eine Bridge?
Für den vollen Funktionsumfang von Philips Hue ist die Hue Bridge empfehlenswert. Sie verbindet die Lampen per stabilem Zigbee-Funk, ermöglicht bis zu 50 Leuchten, schnelle Reaktionszeiten und zuverlässige Automationen. Es gibt zwar eine Bluetooth-Variante, die ohne Bridge direkt vom Smartphone aus funktioniert, doch diese ist auf wenige Lampen und den Nahbereich begrenzt. Wer langfristig ausbauen oder per Sprache und Sensoren steuern möchte, fährt mit der Bridge deutlich besser. Günstige WLAN-Systeme wie WiZ oder Govee benötigen hingegen keine Bridge.
Zigbee oder WLAN — was ist besser für smarte Lampen?
Beides hat seine Berechtigung. Zigbee-Systeme wie Philips Hue oder Aqara nutzen ein eigenes Funknetz mit Bridge oder Hub, reagieren sehr schnell und belasten Ihr WLAN nicht — ideal für viele Leuchten und anspruchsvolle Automationen. WLAN-Lampen wie WiZ oder Govee verbinden sich direkt mit dem Router, sind günstiger und schneller eingerichtet, können bei vielen Geräten aber das Heimnetz stärker auslasten. Für ein kleines Setup ist WLAN unkompliziert; für ein wachsendes Smart Home mit vielen Lichtern ist Zigbee meist die robustere Wahl.
Ist smarte Beleuchtung mit Alexa, Google und Apple kompatibel?
Die meisten Systeme von Philips Hue, WiZ, Aqara und Govee lassen sich per Sprachbefehl über Amazon Alexa und den Google Assistant steuern. Philips Hue und Aqara unterstützen zusätzlich Apple HomeKit. Immer mehr Produkte sind außerdem zum Matter-Standard kompatibel, wodurch sie sich plattformübergreifend einbinden lassen und unabhängiger vom jeweiligen Ökosystem werden. Prüfen Sie vor dem Kauf, welches Sprachassistenten-System und welcher Standard zu Ihrer bestehenden Smart-Home-Umgebung passen.
Was bedeuten Lumen, Kelvin und CRI bei smarten Lampen?
Diese drei Werte bestimmen, wie eine Lampe wirkt. Lumen geben die Helligkeit an: Für Wohnräume sollte eine Lampe als Ersatz für eine klassische Glühbirne mindestens 800 Lumen liefern. Kelvin beschreibt die Farbtemperatur des Weißlichts – rund 2.200 bis 2.700 K erzeugen gemütliches Warmweiß, 4.000 K neutrales Licht und 6.500 K kühles Tageslichtweiß für konzentriertes Arbeiten. Der CRI (Farbwiedergabeindex) gibt an, wie natürlich Farben unter dem Licht erscheinen; Werte ab 90 sorgen für eine sehr realistische Darstellung. Hochwertige Lampen wie Philips Hue punkten besonders bei CRI und Farbtreue.
Funktioniert smarte Beleuchtung auch ohne Internet noch?
Das hängt vom System ab. Zigbee-Systeme mit Bridge wie Philips Hue funktionieren auch bei einem Internetausfall weiter, solange das lokale Netzwerk steht – Steuerung per App im Heimnetz, über physische Taster und bestehende Automationen bleiben verfügbar. Lediglich der Fernzugriff von unterwegs und Sprachbefehle über die Cloud setzen eine Internetverbindung voraus. Reine WLAN-Lampen sind stärker von der Cloud des Herstellers abhängig und reagieren bei Ausfall teilweise gar nicht mehr. Wer auf maximale Ausfallsicherheit Wert legt, ist mit einem lokal arbeitenden Zigbee-System auf der sicheren Seite.
Kann ich vorhandene Lichtschalter weiter nutzen?
Grundsätzlich ja, aber es gibt einen wichtigen Haken: Wird der Wandschalter ausgeschaltet, ist auch die smarte Lampe stromlos und nicht mehr per App oder Sprache erreichbar. Die eleganteste Lösung sind smarte Taster oder Funkschalter, die den ursprünglichen Schalter ersetzen oder ergänzen und das Licht steuern, ohne die Stromzufuhr zu unterbrechen. Alternativ gibt es smarte Schaltermodule, die hinter den vorhandenen Schalter gesetzt werden. So behalten Sie die gewohnte Bedienung an der Wand und gewinnen zugleich die volle smarte Steuerung.
Was ist Tunable White und circadianes Licht?
Tunable White bezeichnet Lampen, deren Weißlicht sich stufenlos von warmem Kerzenlicht (rund 2.200 Kelvin) bis zu kühlem Tageslichtweiß (6.500 Kelvin) regeln lässt. In Verbindung mit einer Automation entsteht daraus circadianes oder biologisch wirksames Licht: Das Licht folgt dem natürlichen Tagesverlauf, ist morgens und mittags kühl-aktivierend und wird zum Abend hin automatisch wärmer und gedämpfter. Der hohe Blauanteil am Morgen unterstützt die Wachheit, während das warme Abendlicht die körpereigene Melatoninproduktion weniger stört und so einen gesunden Schlafrhythmus fördert. Systeme wie Philips Hue bieten dafür fertige Verläufe wie „Natürliches Licht“, die ganz ohne manuelles Zutun arbeiten.
Verbraucht smarte LED-Beleuchtung viel Strom im Standby?
Smarte LED-Lampen sind im Betrieb sehr sparsam: Eine farbige E27-Lampe zieht bei voller Helligkeit meist 7 bis 10 Watt und ersetzt damit eine 60-Watt-Glühbirne. Entscheidend ist jedoch der Standby-Verbrauch, denn smarte Lampen sind permanent funkbereit, auch wenn sie scheinbar „aus“ sind. Pro Lampe liegt dieser Ruheverbrauch typischerweise bei 0,3 bis 0,5 Watt, eine Hue Bridge kommt auf rund 2 bis 3 Watt. Bei einem ganzen Haushalt summiert sich das auf wenige Euro pro Jahr — der Komfortgewinn und die Einsparung gegenüber alten Glüh- oder Halogenlampen überwiegen deutlich. Wer einzelne Lampen wirklich vollständig vom Netz trennen will, nutzt dafür eine smarte Steckdose statt des Wandschalters.
Welche Lampenfassung brauche ich — E27, E14 oder GU10?
Das richtet sich nach Ihren vorhandenen Leuchten. E27 ist die große Standard-Schraubfassung für die meisten Steh-, Tisch- und Deckenlampen und die häufigste Bauform bei smarten Lampen. E14 ist die kleinere Schraubfassung, oft in Kronleuchtern, Wandleuchten und kleineren Tischlampen zu finden. GU10 ist der Steck-Dreh-Sockel für Einbau- und Deckenspots, etwa in Küche, Bad oder abgehängten Decken. Daneben gibt es Lichtstreifen zum Verkleben sowie spezielle Leuchten mit fest verbautem LED-Modul. Prüfen Sie vor dem Kauf unbedingt die Fassung Ihrer Lampe — ein falscher Sockel ist einer der häufigsten Rückgabegründe.